Special Saturday: Autoreninterview mit Britta Strauß

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Meine Lieben,

heute ist es so weit: hier ist mein erster Beitrag zum Special Saturday! Ich bin total aufgeregt 😀 denn ich durfte die wunderbare Britta Strauß interviewen, eine meiner Lieblings-Autorinnen

Hallo Britta, erst einmal möchte ich Dir danken, dass Du Dir die Zeit nimmst, mir ein paar Fragen über Dich und Deine Bücher zu beantworten. Magst du vielleicht selber erst einmal etwas über Dich erzählen? 

Hallo, meine Liebe. Das mache ich sehr gerne, außerdem habe ich dir für dieses wunderbare Interview zu danken. Nicht wenige Fragen wurden mir zum ersten Mal gestellt, von daher ist es wirklich mal was anderes. Was kann ich über mich erzählen? Ich wohne in Wuppertal und komme aus einem winzigen Städtchen in Sachsen-Anhalt, wohin es mich auch immer wieder zurückzieht, weil ich es mag, auf langen Spaziergängen keinem einzigen Menschen zu begegnen. Und natürlich, weil meine Mutter prima kochen kann. Ich liebe es, der Realität zu entfliehen, brauche Geschichten wie die Luft zum Atmen und würde am liebsten in einem bunt angemalten Hippiebus mit Traumfänger am Rückspiegel von Strand zu Strand tingeln.

Oh ja, ich finde Spaziergänge immer so wunderbar beruhigend 🙂 Jetzt habe ich erstmal ein paar allgemeine Fragen. Du hast eine Wunsch frei, was würdest Du Dir wünschen? 

Grenzenlos viele Wünsche.

Haha, sehr cool 😀 Du liebst…. 

Meinen Liebsten, meine Familie, das Essen meiner Mutter, das Meer, Räucherlachs, bunt angemalte Hippiebusse, Kuschelbettwäsche, fallender Schnee (sofern ich nicht Auto fahren muss), Abende bei Kerzenschein und einem guten Film/einer guten Serie, auf der Hollywood-Schaukel im Sommer Sterne gucken, Geschichten erzählen, Geschichten lesen, das Örtchen El Cotillo auf Fuerteventura und … essen *Bauch tätschel*

Ich erkenne viele Gemeinsamkeiten mit Dir 😉 Wenn du es für immer vermeiden könntest, würdest Du… nicht (mehr) tun.

Zu schnell cholerisch werden und mir zu viele unnötige Gedanken machen.

Du wärst gerne eine Figur/Person in (Film/Buch)…

Am liebsten würde ich in Indigo aus meinem Roman „Indigo & Jade“ schlüpfen. Warum? Dann könnte ich endlich über Magie verfügen, und Magie macht alles möglich. Aber an manchen Tagen möchte ich einfach nur Godzilla sein. Oder Hulk. Oder Kapitän der Enterprise, um einfach mal abzuhauen und das Universum zu erforschen.

Oh ja, ich liebe Indigo

Warum schoss mir gerade als erstes „Der Sheriff von Nottingham“ durch den Kopf? Keine Ahnung. Darüber muss ich erst einmal nachdenken. Ansonsten mag ich die Daleks aus Doctor Who. Destruktive kleine Mistviecher, die nichts als Eliminieren im Kopf haben – und trotzdem kann man sie wie Mülleimer einfach umkippen, wenn einem danach ist.

Als Fantastisches Wesen wärst Du gerne mal … weil…

Ein Drache, weil ich gerne mal groß und Furcht einflößend aussehen würde.

Das letzte Buch, das Dich richtig begeistert/enttäuscht hat, war… weil…

Begeistert: „Der dunkle Kuss der Sterne“ von Nina Blazon (kitschiger Titel, aber sensationelle Geschichte)

Enttäuscht: 50 Shades of Grey (WTF??!!)

Ooooh ja, das Buch von Nina Blazon liebe ich auch! Ich habe mal gelesen, dass dein Lieblings-Buch Die Unendliche Geschichte von Michael Ende ist, was hat dich daran so fasziniert? 

Es ist die ungezügelte Phantasie, die mich bei jedem Lesen erneut begeistert. Ganz egal, wie oft ich dieses Buch lese oder das Hörbuch dazu genieße – jedes Mal verändert sich die Reise auf magische Weise. Jedes Mal entdecke ich etwas Neues und erkunde Phantasien, als hätte ich es nie zuvor betreten. Irgendetwas stellt diese Geschichte mit mir an. Ich kann es nicht einmal genau definieren. Letztlich ist es einfach nur ein wunderbarer, magischer Roman voller überschäumender Ideen und Abenteuern.

Ja das Buch habe ich auch sehr gerne gelesen bzw. ich lese es gerade wieder 😉 Nun hätte ich auch einige speziellere Fragen zu deinen Büchern (zumindest zu denen, die ich bereits gelesen habe) und deinen Schreibgewohnheiten. Wie schreibst Du am Liebsten? Mit Musik (welche bevorzugst Du?) oder muss es wirklich still sein?

Entweder ist es ganz still, während ich schreibe, oder es läuft Ambient-Musik. Steve Roach, Mike van Portfleet, The Secret Garden, manchmal auch ruhige Filmmusik. Früher habe ich mich gerne von Dead can Dance begleiten lassen, aber diese Musik hat mich – wie ich schnell bemerkt habe – viel zu sehr beeinflusst. Ich hatte bei dieser Untermalung ständig den Drang, epische Schlachten anzuzetteln oder eine Figur dramatisch über die Klinge springen zu lassen. Daher kommt diese Musik inzwischen nur noch zum Einsatz, wenn tatsächlich eine epische Schlacht oder eine Sterbeszene ansteht.

Interessant! Schreibst Du nur zu Hause im Büro? Oder auch gerne Mal draußen/am See/Strand/in einem Café usw.?

Ich schreibe ausschließlich zu Hause, weil mich alles andere viel zu sehr ablenkt.

Verständlich. Gibt es eine Art Markenzeichen, das man in Deinen Büchern finden kann, so dass man auch ohne die Aufschrift Britta Strauß erkennt, dass Du die Autorin bist? Wirst Du sie uns verraten?

Aber klar doch. Es gibt zwei Markenzeichen, die typisch für mich sind. Nummer 1 tritt bewusst und aus gutem Grund auf: Es ist das Thema der Unsterblichkeit bzw. der ewigen Jugend. In vielen meiner Geschichten kommt dieses Thema im wahrsten Sinn des Wortes vor, in anderen – wie zum Beispiel in „Nocona“ oder in „Die Seele des Ozeans“ – taucht es indirekt in Form von Reinkarnation bzw. dem Weiterleben nach dem Tod auf. Warum ich mich so oft und so viel mit diesem Thema beschäftige? Ganz einfach: Ich kann mit der Vergänglichkeit der Dinge nicht besonders gut umgehen. Mir fällt es schwer, das natürliche Verfallsdatum zu akzeptieren, daher sind Verfall, Tod und Siechtum Dinge, die ich so weit wie möglich von mir wegschiebe. Aus diesem Grund drehen sich meine Geschichten stets in irgendeiner Weise um die Endlosigkeit des Lebens.

Auf Markenzeichen Nummer 2 hat mich vor einiger Zeit mein Liebster aufmerksam gemacht: Meine Protagonisten fallen in jeder Geschichte mindestens einmal im Wasser übereinander her. Sei es nun Regen, ein See, ein Wasserfall oder das Meer. Ich habe es selbst überprüft. Er hat tatsächlich Recht.

Jetzt wo du es sagst, realisiere ich das auch, ich bin begeistert! 🙂 Du hast mehrere (Fantasy-) Bücher geschrieben, in denen Indianer zu den (Haupt-) Charakteren gehören, z.B. in Hunter’s Moon, Nocona usw. Was hat Dich dazu bewogen?

Das kann ich nicht einmal genau sagen. Schon als Kind mochte ich Indianergeschichten und fühlte mich zu dieser Kultur hingezogen. Woher das ursprünglich kam? Keine Ahnung. Vielleicht aus einem früheren Leben? *grins* Aber dass die indianische Kultur mit zahllosen inspirierenden Mythen und Legenden aufwarten kann, erklärt schon mal, warum ich so gerne Geschichten darüber schreibe.

Oh ja, ich mag ihre Kultur und Mythen auch sehr gerne! 🙂 Dein Herzblut, so hast Du mir mal erzählt, ist Nocona, warum? Was hat das Buch, was die Anderen nicht haben?

Da gibt es mehrere Gründe. Erst einmal habe ich an diesem Buch ganze vier Jahre gearbeitet. Es hat mich ständig begleitet, mich aus der Wirklichkeit herausgezogen, mich in meine Träume verfolgt und meine Tage & Nächte ausgefüllt. „Nocona“ war niemals geplant. Ich las in einer History-Zeitschrift zufällig einen Artikel über die Geschichte von Cynthia Ann Parker und wusste in diesem Moment: „Darüber schreibst du einen Roman.“ Ich habe mich zwar von der wahren Geschichte inspirieren lassen, mir allerdings auch einige Freiheiten erlaubt. Daher ist „Nocona“ mehr ein Liebesroman als ein historischer Tatsachenbericht. Ich weiß nicht warum, aber diese Geschichte hat mich von Anfang an völlig gefangengenommen. Ich habe sie förmlich gelebt. Dazu kommt, dass ich an diesem Roman weitaus länger geschrieben habe, als an jedem anderen. Vielleicht, weil ich mich einfach nicht von den Figuren trennen wollte.

Ungeplante Dinge können wirklich zu besonderen Ergebnissen führen 😉 Würdest Du Dir wünschen, dass diese Welt für einen Tag Realität werden würde und Du darin auch eine Rolle spielen würdest?

Oh ja. In dem Fall würde ich in einer Vollmondnacht inmitten der endlosen Weite der Great Plains zusammen mit den Quohadis um ein Feuer tanzen.

Schöön, sowas liebe ich ja 🙂 Gibt es (andere) Charaktere von denen Du Dir manchmal wünschst, dass sie real wären? Wenn ja, welche wären es? Wenn nein, warum nicht?

Es ist wohl besser, wenn keine meiner Figuren jemals real wird. Vermutlich würde mir jede Einzelne den Hintern versohlen.

😀 Dienten in Die Seele des Ozeans der Film Fluch der Karibik, das Lied „Somewhere over the Rainbow“ und Star Wars zu deinen Inspirationsquellen oder passten die jeweiligen Zitate/Stellen etc. einfach gerade, als du im Schreibfluss warst? Magst du sie (nicht)?

Nein, inspiriert haben mich die genannten Filme nicht, sie schossen mir in den entsprechenden Szenen einfach durch den Kopf. Obwohl … es könnte durchaus sein, dass der Krake aus „Fluch der Karibik“ etwas mit dem Seelenfresser zu tun hat. Ganz sicher bin ich mir allerdings nicht mehr. Ob ich die Filme/das Lied mag? Die ersten beiden Teile von Fluch der Karibik definitiv, auch die alten Star Wars-Filme haben etwas für sich. Und ja, ich mag die Art, wie der pummelige Hawaiianer „Somewhere over the Rainbow“ vertont. Er diente ganz eindeutig als Vorlage für Palilis Figur (die ich übrigens sehr, sehr gerne mag).

Jaa ich auch! Gibt es ein Genre/ein Ort/Fantastische Wesen über die Du noch nicht geschrieben hast, es aber irgendwann noch tun möchtest?

Ich würde gerne mal eine Geschichte schreiben, die in den Weiten des Universums spielt. Fremde Planeten, ferne Welten, nie gesehene Kreaturen, Aliens in allen Formen und Farben. Das würde mich reizen. Allerdings ist dieses Thema in Deutschland nicht gerne gesehen und wird in fast allen Fällen verschmäht. Zumindest ist das der Eindruck, den ich gewinne. Mein Ideenköfferchen ist jedenfalls randvoll, und wenn es mich mal so richtig packt … wer weiß, dann ist alles möglich.

Und zu guter Letzt würde ich gerne noch von Dir wissen, ob Du gerne Mal deine Fans/ Leser etwas bestimmtes fragen würdest?

Die Hauptfrage, die Autoren umtreibt, ist vermutlich diese: Was wollt ihr, liebe Leser? Von daher frage ich: Was würdet ihr euch von mir wünschen? Gibt es eine Geschichte/eine Idee, von der ihr denkt: Bitte schreib etwas darüber! Das würde mich interessieren.

Auf deine Frage Antworte ich sehr gerne: Ich kann mir eine dystopische Geschichte im Weltraum von Dir vorstellen. Wenn man mal schaut, gibt es ganz viele englisch-sprachige Autoren, die viele Bücher mit dem Weltraum als Schauplatz veröffentlichen. Und ich hatte eher den Eindruck, dass das auch hier relativ gut ankommt. Ich kann mir aber auch ein Jugend-Fantasy-Buch bei Dir vorstellen, wie die unendliche Geschichte, vielleicht auch mit Märchenelementen 🙂 Aber, wie du bereits weißt, würde ich alles von Dir lesen 🙂

Vielen dank nochmal, dass Du Dir die Zeit genommen hast, es hat mir sehr viel Spaß gemacht und ist mir eine Ehre gewesen, eine meiner Lieblings-Autorinnen interviewen zu dürfen 🙂 ❤

Aber gerne doch, ich habe zu danken! Vor allem für deine Leidenschaft und deine Begeisterung.

Zur Krönung, gibt es auch etwas zu gewinnen! Und zwar ist Britta so lieb und sponsert ihre Dilogie Indigo und Jade + Schnee und Orchideen mit Goodies zu beiden Büchern. Auf meiner Facebook-Seite läuft das Gewinnspiel, wenn ihr aber meinem Blog folgt erhaltet ihr ein Extra-Los 😉 In diesem Fall würde ich euch bitten mir zu sagen, unter welchem Namen ihr mir hier folgt. Vielleicht habt ihr ja Lust Brittas Frage zu beantworten, sie würde sich sicherlich sehr darüber freuen!

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Ich wünsche euch einen wunderbaren Tag meine Lieben,

eure umivankebookie

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13 Kommentare zu „Special Saturday: Autoreninterview mit Britta Strauß“

  1. Danke, für das wirkliche tolle und interessante Interview!

    Ich kann mich gar nicht entscheiden, was ich noch gerne so von Britta lesen möchte.
    Jugend-Fantasy wäre wirklich toll, vllt in einem Internat oder Indianercamp. Oder wieder mit dem Wasserelement, so Atlantis mäßig.
    Bin auf jeden Fall gespannt auf alles was kommt 🙂

    Ganz lieben Gruß,

    Tammy

    Tamarazimmermann84@gmail.com

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  2. Sehr informatives Interview:)
    Da ich bis jetzt noch kein Buch von Britta (genau wie ich:)) gelesen habe(Hunters Moon ist aber schonmal aufm Reader) kann ich die Frage leider nicht beantworten:)
    Liebe Grüße Britta

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  3. Vielen Dank für dieses geniale Interview ♡

    Ich würde mich auf deine Seite schlagen und tatsächlich für eine Weltraum-Fantasy-Story mit einem Hauch Dystopie stimmen. 🙂
    Ich liebe solche Geschichten und schreibe sogar gerade selbst an einer! ♡

    Liebe Grüße
    Maja

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  4. Hallo 🙂 danke für das Interview, hat mir sehr gefallen. Ich finde die frage ehrlich gesagt etwas schwer und weiß nicht wirklich was ich antworten soll 🙈 ich habe Indigo&Jade und hunters moon gelesen und fand sie super 💖👍
    Am liebsten würde ich auf deine Frage antworten, mach so weiter wie bisher 😄 vielleicht mit ein bissel mehr Romanze oder vielleicht erotik?! Schnee und Orchideen steht schon bei mir auf der wuli 🙂
    Wenn ich das nun richtig verstanden habe, bekommt eine Person beide bücher?! Im gewinnfall Würde ich mit einer Freundin teilen! Sodass sie auch in den Genuss Indigo&Jade kommt 🙂 lg

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    1. Hallo Jasmin 🙂
      freut mich,dass dir das Interview gefallen hat 😉 Es hat mir auch sehr viel Spaß gemacht, Britta zu befragen.
      Ja du hast schon recht, die Frage ist nicht so einfach, aber trotzdem Danke für die richtungen, die du noch angegeben hast. Ja genau, eine Person bekommt beide Bücher im Gewinnfall und ich finde es toll, dass du den Gewinn mit deiner Freundin teilen würdest! 😉
      LG

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  5. Halli Hallo,
    tolles Interview!
    War klasse und kurzweilig zu lesen…
    Sollte jetzt doch mal ihre Bücher lesen…lach…
    aber wie es bei einem Bücherfreund und Leser so ist…
    es gibt doch viel viel zu viele gute Autoren und Bücher und doch soooo wenig Lesezeit und Lesemuse neben dem normalen realen Leben..lach…
    so gehts mir zumindest seit geraumer Zeit…
    Was ich mir allgemein mal wünschen würde, ist eine Mischung aus Fantasy/Dystopie und Thrill/Krimi… gerne auch im Weltraum oder auf einem fremden Planeten oder und allgemein in der Galaxie…(hätte da auch so die eine oder andere Idee im Kopf…aber ich plauder ich jetzt nicht aus…lach…)
    Herzliche Grüsse
    M.

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