Mindful Monday #4

Erkenntnisse im Regen
An einem milden Frühlingsabend spazierte ich durch leere Gassen,
Regentropfen lösten sich nach und nach von den dunklen Wolken,
              fielen auf mein Gesicht 
              lösten den Nebel in meinem Kopf auf
      und ließen mich erkennen...


Man versuchte mir weiszumachen, dass Eigenschaften, die ich immer als Stärken empfunden hatte,
        nicht zu gebrauchen wären;

Man versuchte mich die Person vergessen zu lassen, die ich eigentlich bin,
             um mich in jemanden zu verwandeln, 
             die ich nicht sein möchte;

Man versuchte mir immer mehr Steine in den Weg zu legen, den ich seit Jahren verfolgt habe und verfolge,
                 um mich am Erreichen meines Zieles zu hindern. 
 
Hier im Regen, gestehe ich mir meine Schwäche ein
           und schäme mich ein bisschen dafür,
      dies nicht vorher gesehen und es aufgehalten zu haben. 

Auch bin ich ein bisschen schockiert darüber, 
       dass sich Tränen der Wut und der Scham mit dem Regen vermischen. 

Jedoch wurde ich mir gleichzeitig darüber bewusst,
                dass diese Erkenntnisse im Regen 
                     ein Teil meines Weges sind,
                     ein Teil, um mich zu stärken und für die Zukunft zu wappnen;

Und dafür bin ich dem Schicksal dankbar!

Im letzen Beitrag ging es um meine nächtlichen Gedanken, worin ich vergangene Ereignisse – nach einem gewissen zeitlichen Abstand – aus einer anderen Perspektive betrachten und reflektierten konnte. Zudem waren diese Gedanken oftmals von Zweifeln über die ungewisse Zukunft geprägt, die mich teilweise lange grübeln und sogar verzweifeln ließen.

Im heutigen Beitrag spreche ich von Erkenntnissen, die mich wie ein Blitz trafen und mich realisieren ließen, was ich in der Vergangenheit mit mir habe machen lassen und wie ich nichts dagegen getan habe bzw. tun konnte. Dieses einzugestehen und ehrlich mit mir zu sein, war nicht einfach, ließ jedoch diesen Text entstehen, der mir in den Sinn kam – tatsächlich im Regen an einem milden Frühlingsabend, als ich auf dem Heimweg war. Jedoch schrieb ich in der letzten Zeile bereits, dass ich trotzdem dankbar für diese Erfahrung bin, sie war alles andere als einfach, hat mich jedoch in einer Weise geprägt, die zu einer Weiterentwicklung meiner Persönlichkeit beigetragen hat, und dafür bin ich von Herzen dankbar. Ich bin ein Mensch, ich mache Fehler und ich muss sie mir eingestehen, um weiter zu wachsen, das nehme ich aus dieser Zeit einfach mit.

Diese Kategorie ist übrigens aus dem Grundgedanken entstanden, eine andere Seite von mir aufzuzeigen – meine persönlichen Gedanken zur Reflexion und Verarbeitung eines bestimmten Lebensabschnittes. Ich habe meine Gedanken in Versen niedergeschrieben, was aber keinen Anspruch auf literarische Korrektheit erhebt, sondern von mir – nach eigenen Ermessen und Gefühl – aufgeschrieben wurde. Da diese neue Rubrik sehr persönlich ist und in den Kinderschuhen steckt, bin ich immer dankbar für konstruktive Rückmeldungen.

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