Bloggen: I do it my Way

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Liebe Buchmenschen,

schon seit einiger Zeit mache ich mir viele Gedanken zum Bloggen, den Stellenwert, den es mittlerweile in meinem Leben eingenommen hat und meine Prioritäten diesbezüglich. Wie jeder andere Blogger auch musste ich mich in der Vergangenheit einfach ausprobieren, schauen was mir gefällt, was ich vermeiden möchte, oder wozu ich schlichtweg keine Lust habe, wenn es um meinen Blog geht. So langsam habe ich das Gefühl, dass ich meinen eigenen Weg gefunden habe, den ich mit meinem Blog gehen möchte, weswegen ich mich dazu entschieden habe, es in diesem Post in Worte zu fassen. Die Idee nahm dann in meinem Kopf dann Gestalt an, als ich vor Kurzem den Klassiker My Way von Frank Sinatra hörte.

Da viele Menschen sich in der Regel persönlich angesprochen fühlen, möchte ich darauf hinweisen, dass ich in diesem Beitrag meine persönlichen Erfahrungen thematisiere. Ich habe nicht die Absicht, jemanden anzugreifen, zu kritisieren oder Ähnliches!

 

 

Ausschlaggebend für gewisse, kürzlich gefasste Entscheidungen war mein Blättern in der Zeitschrift Flow, deren Berichte auf ein gesundes Gefühl der Selbstachtung und einer bewussten positiven Lebensart bei ihren Lesern abzielt. Da waren unglaublich tolle Beiträge, die ich mir durchgelesen habe, wodurch ich anfing bewusst Prioritäten für meinen Blog zu setzen. Aber auf diesen Aspekt komme ich weiter unten zu sprechen.

 

 

I’ll state my case of which I’m certain…

In den letzten 2-3 Monaten habe ich eine gewisse Unzufriedenheit in meinem Bloggerverhalten gespürt, ich konnte den Grund dafür zu Beginn dieser Erkenntnis auch nicht wirklich benennen. Also machte ich erst einmal so weiter, beobachtete meine Bloggertätigkeiten und auch die anderer Blogger so gut ich konnte. Dann merkte ich plötzlich, was mein Problem war: Ich stand in einer Zwickmühle zwischen Ich möchte einen Beitrag dazu posten, am Besten sollte es noch heute oder morgen online gehen und Ich möchte nicht, dass meine Beiträge dahingeklatscht wirken, was aber unvermeidlich ist, wenn ich mir nicht genug Zeit für ihre Vorbereitung nehme.

Wenn ich meine Beiträge schreibe, dann brauche ich viel Zeit, denn manchmal ist mein Ausdruck nicht gut (oder nicht gut genug in meinen Augen). Ich habe hohe Ansprüche an mich selbst und möchte das gut machen, was ich tue. Aber dafür brauche ich Zeit, die ich mir (zugegeben) mal mehr, mal weniger nehme. Daher habe ich mich beispielsweise auch dazu entschieden meine DC Comic Dienstag-Beiträge alle 4 Wochen etwa zu veröffentlichen, weil ich nicht möchte, dass die Qualität meiner Beiträge unter dem Zeitdruck, den ich mir manchmal selber mache, leidet.

Regrets, I’ve had a few, but then again, too few to mention…

In den vergangenen Monaten habe ich leider nicht immer ’sauber gearbeitet‘, so dass einige Beiträge mir, wenn ich sie heute durchlese, als ’nicht hinreichend‘ vorkommen. Denn ich weiß selber, dass ich meine Meinung manchmal nicht sorgfältig niedergeschrieben habe, nicht genug zu einem gewissen Thema gesagt habe, obwohl es eine Menge Punkte gab, die ich noch hätte erwähnen können. Oftmals hatte ich den Aspekt Ich möchte so viele Beiträge wie möglich in einem Monat posten, damit die Interaktion auf meiner Seite wächst im Kopf. Heute weiß ich rückblickend, dass es eine falsche Herangehensweise ist. Ich werde mich jetzt mit ‚hätte‘, ‚könnte‘ und ‚wäre‘ nicht aufhalten, aber fest steht für mich: Dieses ist mir eine Lehre geworden, ein sehr große sogar!

Ich bin mein größter Kritiker und deswegen habe ich bei gewissen Beiträgen das Gefühl, dass man mir meine Begeisterung nicht ganz abnimmt, wenn ich über ein Fandom schreibe oder auch bei meinen Rezensionen. Ich habe das Gefühl, dass ich oft ähnliche Worte wähle, ähnliche Aspekte in dem Buch/Comic anspreche und vieles einfach gleich klingt. Ich habe selber das Gefühl, dass meine Beiträge nicht mehr das sind, was sie mal waren. Das möchte ich unbedingt ändern!

Bedeutet das für die Zukunft, dass weniger Beiträge pro Monat auf meinem Blog erscheinen? Eventuell. Weiß ich dann aber, ich habe mein Bestes bei diesem Beitrag gegeben, sorgfältig gearbeitet und kann den Beitrag ruhigen Gewissens veröffentlichen? Ja! Welches der beiden genannten Punkte ist mir wichtiger? Der Letztgenannte. Und wenn ich mal mehr Zeit brauche? Dann nehme ich sie mir!

Ja es ist ’nur‘ ein Hobby und ja, vielleicht sollte ich mir nicht immer so viele Gedanken machen, aber meine intensive Beschäftigung mit diesem Thema zeigt (mir zumindest), wie wichtig mir die genannten Aspekte sind und ebenso, wie wichtig mir mein Blog ist!

Sind das jetzt gravierende Probleme? Relativ, denn wenn ich bei einigen Beiträgen sagen kann, dass ich es hätte besser machen können, dann möchte ich das bei den künftigen Beiträgen auch besser machen. Dank meiner Selbstreflexion habe ich ‚Schwächen‘ bei meiner Arbeitsweise auf dem Blog entdeckt, die ich verbessern möchte. Es kann also nur etwas Gutes bedeuten! Oder?

I faced ist all, and I stood tall…

Aber irgendwie mache ich alles trotz allen Höhen und Tiefen auf meine Art, so auch die Sache mit der Reichweite und den sozialen Medien, die ich hier noch kurz ansprechen möchte. Mir war es nie wichtig, wie viele Follower ich auf dem Blog, Facebook etc. habe, ich habe mir, wie ich es heute auch noch tue, einen schönen Austausch mit anderen BloggerInnen sowie das Wachsen meines SuBs (Stapel ungelesener Bücher) und meiner Wunschliste gewünscht. Natürlich wird das Ego gestreichelt, wenn man sieht, dass ein neuer Follower dazugekommen ist oder eine bestimmte Anzahl von Likes auf Facebook erzielt wurde. Aber es ist nicht mein oberstes Ziel.

Deshalb mache ich mir nicht mehr so viel Stress, wenn es um mein Aktivsein auf Facebook, Instagram oder Twitter geht, denn erstens hat mein Blog auf WordPress oberste Priorität und zweitens möchte ich nicht den halben Tag am Handy und/oder am Laptop verbringen (Stichwort: Ich brauche viel Zeit). Mir hat das Flow Magazin bewusst gemacht – um den Bogen zu spannen – dass man bewusster alles erleben soll statt alle zwei Minuten am Handy zu kleben und alles zu posten. Klar lebt ein Blog und/oder eine Facebook-Seite von Fotos und Beiträgen, die bekommt sie auch von mir, aber nicht ständig und zu jeder Zeit.

Mit dieser Entscheidung, die ich für mich, meinen Blog und meine Seiten in den sozialen Medien getroffen habe, fühle ich mich gut, was mir wiederum zeigt, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Also fühle ich mich darin bestätigt und singe es Frank Sinatra nach: I Do It Myyyy Waaay

Eure

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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16 Antworten auf „Bloggen: I do it my Way

  1. Liebe Ümi, ein toller Beitrag und eine tolle Entscheidung.
    Ich bewundere Blogger immer, die es schaffen, beinahe täglich Beiträge zu posten, die dazu auch noch super verfasst sind. Mir geht es da nämlich ähnlich wie dir: Ich schaffe es nicht. Ich möchte gerne etwas posten, Content bringen, einfach weil es Spaß bringt, aber ein Beitrag schreibt sich eben nicht innerhalb einer Stunde und ist dann fertig. Das dauert Zeit. Nicht nur das Schreiben und Korrekturlesen, sondern auch das ganze Drumherum. Man sucht Zitate raus, man schießt und bearbeitet Fotos, die man einpflegen möchte. Bis ein ordentlicher Beitrag entstanden ist, sind bei mir ebenfalls einige Tage vergangen.
    Aber ich sehe es wie du: Ich veröffentliche in meinem Tempo und dafür dann Beiträge, die ich selbst gut finde und hinter denen ich zu einhundert Prozent stehe 🙂
    Liebe Grüße, Janika

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  2. Ein toller Beitrag, das sehr zum denken anregt.
    Aber du hast vollkommen Recht. Ich finde es so schwierig, in allen Medien gleich stark vertreten zu sein und nichts zu vernachlässigen, was mir eigentlich nie gelingt. Ich möchte mich nun entscheiden und mich auf etwas konzentrieren. Ich bin zwar am längsten auf Instagram gewesen und habe dort früher mehr gemacht, aber eigentlich finde ich meinen Blog wichtiger. Ich werde mir nun, nach deinem Beitrag auch Gedanken machen.

    Liebe Grüße
    Lana

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  3. Liebste Ümi,

    eine sehr schöner Gedanke! Mach einfach das was du für dich richtig hältst! Unter Druck arbeiten um am Ende dann doch nicht zufrieden zu sein ist ja auch nicht Sinn der Sache, daher finde ich deine Entscheidung toll. Ein Hobby sollte immer in erster Linie glücklich und zufrieden stellend sein. Ich bin gespannt was du tolles in kommender Zeit zu berichten hast.

    Drücke dich, Stella ♥

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  4. Hey!
    Ein sehr schöner Beitrag und du hast es auch sehr gut rübergebracht. Es ist wirklich nicht einfach sich manchmal von dem ganzen Druck loszureißen, da man an seinem Blog hängt und möchte, dass er gut läuft. Aber du hast da vollkommen Recht und es ist wichtig sich selbst und sein Tempo zu kennen. Meine Beiträge schreibe ich auch einen halben Tag und lese sie manchmal noch sehr oft, lasse sie liegen, um dann mit einem frischeren Kopf nochmal anzusehen…man will es ja gleich richtig machen!
    Letztendlich muss und soll es ein Hobby bleiben, dass einen glücklich macht!

    Viele liebe Grüße
    Ani

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    1. Liebe Ani,

      ich danke dir für deinen lieben Kommentar. Ganz genau, das finde ich nämlich auch, vor allem wenn man selber merkt, irgendetwas stimmt nicht. Ich werde es künftig auch so machen, dass ich mir Zeit lasse, bis ich wirklich zufrieden bin. wenn die Reichweite darunter leidet, dann ist es eben so.

      Liebe Grüße zurück,
      deine Ümi ❤

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  5. Huhu 🙂
    Ein sehr schöner und ehrlicher Beitrag von dir. Setz dich nicht zu sehr unter Druck, halb perfekt ist meist auch genug. Aber ich verstehe dich sehr gut und kenne das auch von mir. Ich sitze ebenfalls häufiger mal lange an Beiträgen (eine Stunde ist das Minimum), da können inklusive Fotos & Co. schon auch mehrere Stunden draufgehen. Hinzu kommt das „normale“ Leben, das einfach eine höhere Priorität hat als das Blog – zumindest bei mir. Denn meine liebsten Menschen benötigen Aufmerksamkeit und sind ganz einfach wichtiger. Also lieber weniger posten und dafür aber gehaltvoll. So habe ich deinen Beitrag ebenfalls verstanden und ich finde es schön, dass du einen Weg für dich gefunden hast. Jede/r hat schließlich seinen ganz eigenen.

    Ich habe mich auch gerade wieder entschlossen, eine Rubrik bei mir einzustampfen (Rückblick auf meine Comiclesemonate) und die Inhalte eher anders aufzubereiten. So ist immer alles im Fluss und in Veränderung – das finde ich toll 😀

    Ganz liebe Grüße und viel Freude weiterhin bei deinem Weg,
    Sandra

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    1. Liebe Sandra,

      Danke für deine lieben Worte! Ja das sehe ich nämlich auch so, Qualität statt Quantität, da ich genauso wie du mehrere Stunden für einen guten Beitrag brauche.

      Ganz genau, meine sozialen Kontakte sind mir ebenfalls wichtig, daher auch der Entschluss zu dieser künftigen Vorgehensweise 😉

      Danke, ich wünsche dir auch alles liebe und hab einen schönen Abend,
      Ümi 🙂

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  6. Liebe Ümi,

    Dankeschön für diesen Beitrag. Ich nenne es einen Seelenstreichler, denn ich glaube, du sprichst das aus, was viele Blogger mal mehr mal weniger beschäftigt.
    Ich bin noch nicht lange dabei, aber habe nach den paar Monaten gelernt, dass Stress nicht hilft mehr Beiträge online zu stellen. Daher mach ich es einfach so wie mir es gefällt und wenn nur 1x in der Woche was online geht, dann ist das so.

    Liebe Grüße Tina

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    1. Liebe Tina,

      Oh dann: Herzlich Willkommen in der Bloggerwelt! 😉 ja genau das sehe ich genauso, jeder soll es machen wie er es mag. So auch bei mir: i do it my way 😊👍🏽

      Danke für deinen lieben Kommentar und alles gute für seinen Blog!
      Ümi 😀

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  7. Liebe Ümi,

    Amen. Ein wunderbarer Beitrag und du sprichst mir so sehr aus der Seele!!
    Ich poste momentan ziemlich unregelmäßig und habe auch einige Blogreihen momentan ziemlich schleifen lassen, aber das liegt einfach daran, dass ich mich zuvor zu sehr unter Druck gesetzt habe. Ich wollte mit den großen tollen Blogger(n)/innen, denen ich folge, mithalten können. Aber das liegt mir einfach nicht und nimmt mir den Spaß an der Sache. Gleiches gilt für Instagram – ich habe es mir angeschafft, aber gemerkt, dass es absout nicht mein Ding ist so viel zu posten und zu kommentieren. Deshalb schreibe/poste nur dann, wenn mir der Sinn danach steht und wenn es Spaß macht. 🙂
    Deine Artikel lese ich auf jedenfall immer wieder sehr gerne – please continue doing it your way, because your way is perfect as it is!

    Liebste Grüße,
    Miriam

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    1. Liebe Miriam,

      Erst einmal vielen Dank für deine lieben Worte, das bedeutet mir sehr viel ❤️
      Ja es nützt ja auch Lichts wenn du dir Druck machst und, im schlimmsten Fall, keinen Spaß mehr am Bloggen hast. Dann lieber your way dass dann auch perfekt für sich ist 😉👍🏽

      Liebe Grüße zurück,
      Deine Ümi 😊

      Gefällt mir

  8. Liebe Ümi,
    wow, eine löbliche und sehr richtige Einstellung! Ich habe auch schon ein paar Mal mit mir gehadert, ob ich das Ganze mit meinem Blog für mich richtig mache. Wegen dem Punkt mit der Zeit, setze ich mich alle paar Wochen/Monate hin und plane Rezensionen vor und Beiträge für Facebook. Das nimmt mir den ständigen Stress, allerdings kommt in der Regel die Rezi erst ein paar Wochen nachdem ich es gelesen habe.
    Liebe Grüße
    Sarah

    Gefällt 1 Person

    1. Liebe Sarah,
      Danke dir! Ja das ist halt die Kunst, die Mitte für sich zu finden und sich dabei nicht zu stressen 😉 deine Variante klingt auch ganz gut! 😊 bald habe ich dank der Ferien wieder mehr Zeit und kann dann auch mehr Zeit investieren, evtl. um auch schon einiges vorzuplanen 😉👍🏽

      Liebe Grüße,
      Ümi ❤️

      Gefällt 1 Person

  9. Pingback: Junibookies

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