Rezension „Die neun Prinzen von Amber“ (Roger Zelazny)

Ich hatte keine Ahnung, wer ich war oder was ich dort machte. So hatte es also begonnen.

Über den Titel und das Cover stieß ich mehrmals sowohl in den sozialen Medien, als auch in der Buchhandlung. Ich fand die farbigen Buchschnitte eines jeden Bandes wirklich schön und sah es auch durch Zufall auf NetGalley. Ich fragte das Buch an ohne mich groß über den Inhalt zu informieren und erhielt es glücklicherweise auch. Vielen Dank an den Klett Cotta Verlag für das Bereitstellen des Rezensionsexemplares.* 

Zu Beginn empfand ich die Geschehnisse als sehr verwirrend und teilweise sogar als unklar, was mir den Einstieg in die Geschichte erschwerte. Allerdings denke ich (rückblickend), dass es die Absicht des Autors war dieses Gefühl zu vermitteln, da der Protagonist Corwin sich genau so gefühlt hat. Seine Verwirrung übertrug sich auf mich beim Lesen, was den Einstieg erschwert haben mag. Aber ich denke, dass das genau der Clou war und es dadurch auch authentisch für mich ist. Nach wenigen Seiten also war ich schon von dieser Vorgehensweise des Autors begeistert! Auch gefällt mir die Grundidee des Werkes: Die Welt an sich, die durch unterschiedliche Dimensionen zu erreichen ist; die jeweiligen Figuren, die ihre Geschwister gegeneinander ausspielen würden, um das bessere Los zu erlangen; das so genannte ‚Kartenspiel mit den Trümpfen‘ (was dahinter steckt müsst ihr selber herausfinden) usw. Eine Fantasy – Welt vom feinsten, die nicht immer vorhersehbar ist, meiner Meinung nach, weshalb es mir umso mehr gefallen hat.

Die Protagonisten gefielen mir im Allgemeinen auch: Corwin steht mit Eric im Mittelpunkt, wobei die Geschichte aus Corwins Sicht erzählt wird und man dementsprechend mehr über ihn erfährt. Die Beziehung der Geschwister zueinander ist relativ komplex und auch nicht immer hundertprozentig klar, da alle um ihre Möglichkeiten pokern. Im ersten Band wurden einige der Geschwister nur oberflächlich genannt, da z.T. nicht bekannt ist, was aus ihnen geworden ist oder sie einfach für diesen Teil (noch) keine wichtige Rolle spielen. Aber selbst dieser Punkt packte mich richtig und steigerte zudem die Spannung auf den 260 Seiten immer wieder, weswegen ich die Hälfte des Buches lesen musste, obwohl es meine Intention war, ’nur rein zu lesen‘. Also sagt DAS auch noch Mal eine ganze Menge über die Qualität des Buches aus (für mich zumindest).

Der Schreibstil des Autors war in Ordnung, das Buch ließ sich überwiegend flüssig lesen. Allerdings gab es zwischendurch zwischen einigen Absätzen keinen Übergang, so dass es eher abgehackt erschien und mich stutzen ließ. Es gab auch keine eindeutige Abtrennung (durch einen Strich oder ein Symbol usw.), so dass man sowas hätte erwarten können, was zwischenzeitlich leider zum Stocken der Lektüre führte. Auch gab es ein zwei Beschreibungen, denen ich nicht ganz folgen konnte, bei denen ich mich aber gefragt habe, ob da eventuell die Übersetzung missglückt sein könnte. Unter anderem aus diesem Grund werde ich das Buch auch noch einmal in Original lesen in der Hoffnung, dass sich mir die unklaren Passagen besser erschließen.

Die neun Prinzen von Amber, der Auftakt der Amber Chroniken, von Roger Zelazny hat mich in Großen und Ganzen durch die Geschichte und die jeweiligen Protagonisten überzeugt, auch wenn ich diverse Unklarheiten sowie die z.T. nicht zusammenhängenden Übergänge zwischen einigen Passagen zu bemängeln habe. Ich denke, dass die folgenden Bände (thematisch) richtig gut werden, weswegen ich unbedingt weiterlesen möchte und ich mich schon sehr darauf freue! Ich bewerte das Buch daher mit Tauchgenuss und kann es Fantasy Fans wärmstens empfehlen.

Allgemeine Informationen

Buchdeckel „978-3-608-98127-8

  • Titel Die neun Prinzen von Amber (Die Chroniken von Amber Band 1)
  • Autorin Roger Zelazny
  • Seitenzahl 268 Seiten
  • Preis 12,00 (broschiert), 9,99 (eBook)
  • Verlag  Klett Cotta Verlag

 

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13 Antworten auf „Rezension „Die neun Prinzen von Amber“ (Roger Zelazny)

  1. Liebe Ümi,
    eine schöne Rezension! Ich finde, dass das Buch sehr interessant klingt, kann deine negativen Aspekte aber vollkommen nachvollziehen. Wenn ich in Büchern die Handlung bzw. das Handeln der Charaktere verstehen kann, gibt’s bei mir auch Minuspunkte.
    LG Janika

    Gefällt 1 Person

  2. Pingback: Februarbookies

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