Rezension „Blood Art“ -Gesamtausgabe (Florian Gerlach)

Ein uralter Fluch. Ein unstillbares Verlangen. Eine verhängnisvolle Liebe 

Der Künstler Adrian Wilkolak ist für seinen ausschweifenden Lebensstil bekannt. Als er sich in die Psychologin Fiona Gerner verliebt, schmiedet seine abservierte Geliebte Meredith einen perfiden Racheplan. Unter einem Vorwand lockt sie ihre Rivalin in ein Hotelzimmer. Dort will sie Adrian verführen und Fiona so von seiner Untreue überzeugen. Das Vorhaben gerät aber außer Kontrolle, denn Adrian verwandelt sich in jeder Vollmondnacht in einen blutrünstigen Werwolf. Auch in dieser Nacht … Wird er Fiona töten oder ist seine Liebe stärker als der Fluch des Wolfes? (Quelle)

Die ersten Bilder hatte er noch mit seinem eigenen Blut an die Wände geschmiert. Danach hatte er eine Staffelei und einen Karton mit Farbe und Pinseln in den Bunker geschleppt. Adrian würde nie vergessen, wie er sein allererstes Werk betrachtet hatte.

Als ich den Titel und den Klappentext las, war meine Neugier geweckt. Ich war gespannt was mich während der Lektüre erwartete, so dass ich es einfach auf mich zukommen ließ.

Zu Beginn der Geschichte (Band 1) wurde ich mit einem Paar konfrontiert, Meredith und Adrian, die aus pragmatischen Gründen und ohne romantische Gefühle für einander zu hegen eine Beziehung führten. Er war der Künstler, der mit seiner außergewöhnlichen Kunstart berühmt wurde, sie seine Managerin, die von seinem Ruhm ebenfalls profitierte. Gelegentlich empfand ich beide Personen als nicht authentisch, weil mir viele Entwicklungen zu schnell gingen. Fiona erschien mir als sehr naiv und viel zu gutgläubig, Auch ihre Aktionen konnte ich nicht immer nachvollziehen bzw. empfand ich sogar teilweise als unrealistisch. Die Liebe zwischen Fiona und Adrian entwickelte sich rasant, war sehr leidenschaftlich und für mich teilweise zu kitschig, aber nicht unbedingt unrealistisch.

Teil 2 war von der Thematik her ein wenig spannender, denn nun stehen die Werwölfe im Fokus, so dass man mehr über sie erfuhr. Leider gab es auch hier Geschehnisse, die ich mir einfach nicht vorstellen konnte: Es gab zu viele Zufälle, die die Endsituation retteten oder zu viele Figuren trafen durch Zufall auf einander, so dass sie meiner Meinung nach nicht mehr authentisch wirkten. Auch die Liebe zwischen den beiden Protagonisten erschien mir ähnlich wie im ersten Teil, wobei einige Beschreibungen mir nicht mehr als glaubwürdig erschienen.

Die Grundidee ist in Ordnung, allerdings gibt es viele Logikfehler, wodurch die Lektüre leider kontinuierlich ins Stocken geriet. Oft musste ich innehalten und überlegen ob ich mir die beschriebene Szene vorstellen könnte und leider gab es sehr viele Situationen, bei denen ich diese Frage verneinen würde. Durch das Stocken konnte ich nicht vollends in die Geschichte eintauchen und mich in der Welt wohlfühlen, das wiederum zum Absinken des Unterhaltungspegels führte. Zudem denke ich, dass die Länge beider Bände ebenfalls dazu beigetragen hat, dass die gesamte Geschichte von Band 1 und 2 darunter leiden musste: Einige Passagen fand ich als nicht hinreichend beschrieben bzw. oft habe ich mir detailliertere Ausführungen gewünscht. Durch zu kurze Beschreibungen verloren beide Teile leider an Authentizität.

Der Schreibstil des Autors, der einige Passagen wirklich spannend in Szene setzte, sowie meine weiterhin anhaltende Neugier über den Fortgang der Ereignisse konnten trotzdem bewirken, dass ich beide Bände lese und beende. Ich muss gestehen, dass ich zwischenzeitlich überlegt habe abzubrechen, aber meiner Neugier sei dank habe ich mich dagegen entschieden.

Die Gesamtausgabe der Blood Art Dilogie von Florian Gerlach weist leider viele Logikfehler auf, so dass ich gewisse Ereignisse nicht nachempfinden konnte. Auch die Figuren waren nicht immer authentisch und leider tut die Länge der jeweiligen Bücher der Geschichte als Ganzes auch einiges ab, was wirklich bedauerlich ist. Denn die Grundidee an sich ist keine Schlechte und auch der Schreibstil des Autors werten die Bücher auf, aber leider reichte das nicht aus, um mich zu überzeugen. Ich bewerte die Dilogie daher mit der Kategorie Tauchpotenzial, weil ich denke, dass die Geschichte im Grunde Potenzial hat, wenn die Ereignisse detaillierter beschrieben und die Protagonisten besser ausgearbeitet würden.

 

Blood Art (Reihe in 2 Bänden) von  Florian Gerlach

Allgemeine Informationen

  • Titel Blood Art (Gesamtausgabe)
  • Autor Florian Gerlach
  • Seitenzahl 218 Seiten
  • Preis 5,98€ (eBook)
  • Verkauf durch Amazon Media EU S.à r.l.

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2 Kommentare zu „Rezension „Blood Art“ -Gesamtausgabe (Florian Gerlach)

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