Bücher abbrechen: Ja oder nein?

Liebe Buchverrückte,

heute bin ich wieder in mich gegangen und möchte ein Thema ansprechen, das mich in letzter Zeit sehr beschäftigt hat: Es geht darum als Blogger Bücher (nicht) abzubrechen. Damit meine ich vor allem Rezensionsexemplare, die man als Blogger aus einem bestimmten Grund angefragt hat und womit meistens das Verfassen einer Rezension verbunden ist. Ich denke, ich bin nicht die einzige Bloggerin, die sich diesem Zustand gelegentlich gegenübergestellt findet und die mich daher zumindest zum Teil verstehen können. Daher fühlte ich mich dazu inspiriert es in einem ‚Gedanken einer Bloggerin‘ – Beitrag in Worte zu fassen. Hier möchte ich gerne meine Meinung dazu äußern und sie begründen.

Bücher abbrechen: Ja oder nein?

Ich bin der Meinung, dass man Bücher abbrechen sollte, wenn man nicht in die Geschichte einsteigen kann und man keinen Spaß an der Lektüre hat. Zumal ich es sinnlos finde, sich durch das Buch zu quälen und dann eine Rezension zu verfassen, die (zumindest in meinem Fall) vermutlich nicht mehr zu 100% objektiv bleiben würde. Abgesehen davon, dass man die Zeit doch lieber für Bücher nutzen sollte, die man mag und von denen man sich gut unterhalten fühlt, finde ich es nicht schlimm ein Buch abzubrechen. Es kann doch mal passieren, dass einem die Thematik in einem Buch nicht gefällt oder ähnliche Probleme bei der Lektüre auftauchen können. Das bedeutet aber nicht, dass das Buch von Grund auf schlecht ist oder die Arbeit des Autors nicht wertgeschätzt wird. Bitte liebe Autoren, denkt das nicht, sondern differenziert zwischen diesen beiden Möglichkeiten; denn ich tue es!

Das schlechte Gewissen nagt

Ich bin ein Mensch, der sich in so einem Fall schlecht fühlt, weil ich Rezensionsexemplare anfrage, die ich interessant finde bzw. die meine Neugier wecken konnten und ich sie dementsprechend lesen MÖCHTE. Ich mache mir Millionen von Gedanken und weiß nicht, wie ich dem Autor die Gründe für den Abbruch der Lektüre erklären soll. Aber die meisten reagieren verständnisvoll und begrüßen meine Ehrlichkeit, auch wenn es darum geht ein Buch nicht zu beenden. In den meisten Fällen wissen auch sie, dass nicht jeder ihre Bücher lesen und mögen können und werden. Aber trotzdem, ich habe ein schlechtes Gewissen, wenn ich einem Autor sagen muss, dass ich sein/ihr Buch aus bestimmten Gründen nicht weiterlesen möchte, weil ich etwas Anderes erwartet habe usw. Das musste ich vor wenigen Wochen erneut tun und fühlte mich den ganzen Tag nicht gut. Ich weiß, dass das mal passieren kann und ich wieder zu viel nachdenke, aber ich würde nicht bloggen, wenn es mir nicht wichtig wäre und ich nicht Autoren unterstützen wollen würde. Aber ein Buch zu rezensieren, das ich abgebrochen habe, widerspricht meiner Überzeugung als Blogger. Denn ich möchte Autoren unterstützen, indem ich ehrlich und professionell bin, aber sicherlich verletzt es einige trotzdem, was nicht meine Absicht ist.

Liebe Autoren, was wünscht ihr euch?

Auch wenn ich meine Ansicht und Erfahrung mitgeteilt habe, interessiert mich trotzdem, was ihr euch in dieser Hinsicht wünscht bzw. für die Zukunft wünschen würdet?

Zudem möchte ich euch mitteilen, dass wenn ihr die Nachricht erhaltet, jemand wolle ein Rezensionsexemplar nicht beenden, weil die Geschichte ihm/ihr in irgendeiner Weise nicht zugesagt habe, nehmt es bitte nicht persönlich. Bücher hängen nun mal vom Geschmack einer jeden Person ab, was nicht zwingend bedeutet, dass das Buch, die Geschichte usw. schlecht ist. Ihr schreibt alle tolle Bücher, aber ich denke es ist bekannt, dass nicht jeder alle Bücher lieben kann. Daher zweifelt nicht wenn einige Menschen euch sagen, sie hätten euer Buch abgebrochen, weil sie nicht in die Geschichte einsteigen konnten, die Charaktere unsympathisch seien usw.

Und an die Blogger, die diesen Post lesen, wie macht ihr das? Habt ihr irgend eine Regelung, bei der ihr entscheidet, ob ihr weiterlest (z.B. ihr eine gewisse Seitenanzahl lest und danach entscheidet o.Ä.) oder nicht? Entscheidet ihr das spontan? Ich würde mich sehr darüber freuen, denn eure Kommentare könnten auch mir für die Zukunft helfen. Danke schon mal für die Antworten!

Danke für die Aufmerksamkeit und die Zeit, die ihr euch für diesen Beitrag einer Bloggerin, die sich (zu) viele Gedanken macht, genommen habt. Eure umivankebookie

24 Kommentare zu „Bücher abbrechen: Ja oder nein?

  1. Eine nicht seltene Situation bei mir: Ich lese ein Buch, das mir richtig gut gefällt – aber auch da sind Stellen nicht zu vermeiden, die zäh sind und sich in die Länge ziehen. Meistens wirken solche Stellen ermüdend auf mich und als Folge daraus entwickelt sich, dass ich Buch immer wieder zur Seite lege und vielleicht sogar für längere Zeit liegen lasse. Dann ist das bei mir aber nicht so, dass ich es abbreche, sondern mich dazu entscheide, es noch einmal von vorne zu lesen und diese Stellen bewusster zu lesen, da einem meistens wieder doch Details einfallen, die man beim ersten Lesen überlesen hat und die eine ganz andere Wirkung hinterlassen.

    Vielen Dank für diesen tollen Beitrag!

    Ich lasse ganz liebe Grüße da
    Natascha 🙂

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    1. Liebe Natascha,
      Ja ich verstehe was du meinst und bei einigen Büchern habe ich das auch so gemacht. Teilweise weil ich aus zeitgründen das Buch ständig beiseite legen musste oder weil ich dem Buch doch eine zweite Chance geben möchte.

      Danke für deinen lieben Kommentar und ich schicke dir ganz liebe Grüße zurück,
      Ümran ❤

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  2. Hey du Liebe 🙂
    ich selbst habe da keine Regeln für mich. Wenn mir ein Buch nicht gefällt, quäle ich mich nicht weiterhin durch^^, wobei ich das immer nach Gefühl mache. Ich selbst kann das beim jeweiligen Buch ganz gut einschätzen und ob es dann eine Reziexemplar ist oder ein gekauftes ist mir dann letztlich egal. Abruchrezensionen für Verlage/Autoren würde ich dann auch schreiben. Bislang hatte ich nur einmal die Situation, aber das kann man ja auch mit dem jeweiligen Autor oder Verlag besprechen, sofern man da dann eine „Scheu“ hat etwas negatives zu veröffentlichen. Wobei ich persönlich auch solche Rezensionen gerne lese – Denn Geschmäcker sind ja nun mal verschieden und andere Sichten sehr interessant. 🙂
    Super Beitrag liebe Ümi! Schicke dir ganz lieb Grüße, Stella ♥

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    1. Liebe Stella,
      Ja genau so ähnlich mache ich das auch. Ich habe dann auch die Autorin angesprochen und es ihr persönlich mitgeteilt. Da ich das Buch aber nicht vollständig gelesen hatte, wollte ich keine Rezension dazu schreiben und das war für die Autorin auch ok.

      Danke für deinen Kommentar 🙂 liebe Grüße,
      Ümran ❤

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  3. Liebe Ümran,
    da hast du einen sehr schönen und interessanten Blogbeitrag geschrieben.
    Als Autorin wäre ich dir in dem Fall nicht böse, wenn du mir in einer Nachricht deine Gründe mitteilen würdest, weshalb du mein angefragtes Buch abgebrochen hast und keine Rezension verfasst. Viel schlimmer wäre es für mich, wenn du eine Rezension schreiben würdest, ohne es vollständig gelesen zu haben (weil das Ende eines Buches in meinen Augen sehr wichtig ist für eine Geschichte) oder ich nie wieder etwas von dir hören würde. Denn in der Tat breche ich als Leserin auch ein Buch ab, das mir nicht gefällt (mit dem Alter wird man geizig mit seiner Lebenszeit XD). Kommt bei mir jedoch eher selten vor, da ich mir immer die Leseprobe genau anschaue und dann entscheide, ob das Buch mir liegt oder nicht. Meist bin ich dann ohnehin so neugierig und will wissen, wie es ausgeht. 🙂
    Viele liebe Grüße
    Ewa

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    1. Liebe Ewa,
      Danke für deine lieben Worte. Ja genau das sehe nämlich auch so, ich finde es auch nicht fair der Autorin gegenüber wenn ich das Buch schlecht mache obwohl ich es nicht vollständig gelesen habe. Daher kontaktiere ich die Autorin und erkläre mein Problem.

      Liebe Grüße, Ümran 🙂

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  4. Liebe Ümi,
    ich finde es krass, wie viele Blogger Bücher zu Ende lesen, obwohl sie sich total unwohl fühlen, den Schreibstil, die Protas oder die Handlung doof finden.
    Ich lese immer mindestens 20-30%, bis ich abbreche. Wenn ich merke dass ich dann einfach nicht weiterlesen kann, weil ich todesgenervt bin und es nicht besser werden KANN, egal was noch kommen mag, dann breche ich ab.
    Es gibt einfach viel zu viele Bücher, als dass ich es durchziehe, ob ich will oder nicht.
    Dafür ist mir meine Zeit ehrlich gesagt zu schade und, wie du schon sagst, fällt die Wertung dann umso schlechter aus, was Autoren und Verlage im Übrigen eh nicht wollen.
    Bisher hatte ich das in meiner Laufbahn als Blogger zwei Mal. Ich habe die Verlage dann angeschrieben, für die es in Ordnung war. Ein Verlagsmensch schrieb, dass es sowieso negative Bewertungen geben wird, da bräuche er von mir keine. Das fand ich völlig angemessen, auch denke ich, dass man abgebrochene Bücher gar nicht bewerten kann, zumindest nicht in einer Rezension. Man könnte aber Gründe benennen, wieso man es abgebrochen hat.

    Liebe Grüße,
    Nicci

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    1. Liebe nicci,
      Ja, ich finde es auch nicht angemessen eine Rezension über ein Buch zu schreiben, das man abgebrochen hat. Zum Glück ist mir das bis jetzt nur 1-2 mal passiert, aber ich habe da dann ein schlechtes Gewissen bei. Aber meistens wenn ich die Autorin kontaktiere dann gehabt das.
      Ja genau, finde ich auch: ich will so viele Bücher lesen, da ist es mir auch zu schade mich durch ein Buch zu quälen, dass ich eigentlich nicht lesen mag.

      Drücker 😘❤

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  5. Ich als Autorin schätze es ausserordentlich, wenn mir jemand ehrlich sagt, dass das Buch nichts für ihn ist. Mir ist sehr wohl klar, dass, nur weil ich schreibe, nicht jeder an meinen Büchern Gefallen finden muss. Und es ist mir hundert Mal lieber, jemand bricht es mit der Erkenntnis ab, dass dieses Buch wohl nicht für ihn/sie geschrieben wurde, als dass sich jemand durch das Buch hindurchquält und am Ende eine vernichtende Rezension schreibt, die, wie Du selber geschrieben hast, kaum sehr objektiv ausfallen wird. Wie auch.
    Mein Ziel ist es, mit meinen Büchern zu unterhalten, jemandem eine schöne Zeit zu schenken und nicht, sie ihm zu vermiesen. Wenn es mir gelingt, freue ich mich natürlich – aber eben. Auch Lesegeschmäcker sind verschieden 🙂
    Vielen Dank für Deine Unterstützung und Deinen wunderschönen Blog.
    Liebe Grüsse aus der Schweiz (…weshalb meine Tastatur auch kein scharfes S kennt 😉 )
    Virginia

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    1. Liebe Virginia,
      Ja eben das denke ich auch. Wenn es mir keine Unterhaltung bietet dann breche ich es ab, aber das Buch wird sicherlich vielen anderen gefallen.

      Ach Quatsch nichts zu danken, ich teile nur meine Gedanken und meine Meinung mit.

      Liebe Grüße, Ümran ❤

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  6. Als LeserIn nehme ich mir selbst auch das Recht heraus, Bücher abzubrechen, die mir nicht gefallen. Als Autorin finde ich, Blogger können genauso Bücher abbrechen, ja, eigentlich ist mir das sogar lieber. ich hatte Leserunden, wo mich LeserInnen angeschrieben haben und meinten, das Buch wäre nicht ihr Fall und ich fand das vollkommen in Ordnung. Schwer getan habe ich mir mit jenen, bei denen man eindeutig gemerkt hat, dass sie dieses Buch nicht weiterlesen würden – und dann in jedem Kapitel Listen mit Dingen aufgezählt haben, die sie so nicht geschrieben hätten etc.

    Wer hat dann im Endeffekt was davon? Die InteressentInnen, die ev. gespoilert werden? Der/die AutorIn, der seinen gesamten Schreibstil sicher nicht ändern kann und will und vermutlich komplett frustriert ist? Der/die BloggerIn, der sich stundenlang durch einen Text gequält hat, mit dem er nichts anfangen kann?

    Eine vollständige Rezension ist bei einem Abbruch vielleicht nicht möglich, aber durchaus ein Eindruck – z.B. „Wegen der vielen Handlungsstränge war mir das Buch zu verwirrend und ich habe es abgebrochen.“ Punkt. Oder man lässt es einfach und schreibt gar nichts dazu und widmet seine Zeit einem anderen Buch 🙂

    Danke wieder für deine interessanten Gedanken! Wie immer sehr erhellend.

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    1. Liebe Katharina,
      Ach Danke das ist lieb von dir. Mir hilft es ja auch meine Gedanken kundzutun und mit Autoren und/oder Bloggern darüber zu diskutieren.

      Ja ich sehe das wie du, erstens Gehalte ich mir vor ein Buch abzubrechen wenn ich mich schwer tue. Aber ich finde es nicht fair den Autoren gegenüber eine Rezension zu schreiben worin ich alles schlecht mache obwohl ich es nur halb gelesen habe. Aber klar in einen Eindruck zu geben, kann man. Stürmisch 1-2 Sätze schreiben, das merke ich mir für das nächste mal 😉
      Liebe Grüße ❤

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  7. Es kommt ganz ganz ganz ganz selten vor, dass ich ein Buch wirklich abbreche. Eben auch aus dem Grund, dass ich dann ein schlechtes Gewissen bekomme. Ganz egal, ob es ein Rezi-Ex ist, vom Autor, vom Verlag oder ob ich das Buch gewonnen oder selbst gekauft habe. Ich habe vor den Autoren wirklich Hochachtung, die mit ihren Gedanken so an die Öffentlichkeit gehen, viel Herzblut in eine Geschichte und deren Ausarbeitung stecken und da mag ich nicht einfach das Buch zuklappen und „verdammen“.

    Es gibt natürlich auch Fälle, da passen das Buch und ich einfach nicht zusammen, klar! Das kann ich dann aber auch begründen. Genauso, wenn es grottenschlecht übersetzt ist (dafür kann der Autor in der Regel ja nichts!!!), auch das wird als Begründung genannt.

    Aber immer wahre ich eine gewisse Form, schreibe dem Verlag oder dem Autor (bei Rezi-Ex), warum ich nicht weiterlese. Bei allen anderen Büchern gibts dann eben keine Rezension. Die schreibe ich wirklich nur, wenn ich das Buch bis zum Ende gelesen habe.

    Liebst
    Bine

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    1. Liebe Bine,
      Ja genau so ähnlich geht es mir auch. Ich habe auch ein heiden Respekt vor den Autoren, sie so viel Arbeit in ihre Bücher stecken. Aber ich möchte mich in Falle eines Falles auch nicht zwingen wenn es gar nicht geht. Manchmal ist es eben so, aber ich spreche dann die Autorin/ den Verlag darauf an und schildere die Situation. Meistens ist das auch ok, aber ja mein schlechtes Gewissen naht auch an mir 😉
      Danke für deinen lieben Kommentar!

      Liebe Grüße,
      Ümran ❤

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  8. Liebe Ümi,

    was für ein toller Beitrag!
    Ich hatte bisher wohl einfach „Glück“. Es gab auch schon 1-2 Rezensionsexemplare, die mir nicht ganz so zugesagt haben, aber die waren meist nicht sonderlich dick, sodass ich mir dachte – Augen zu und durch.
    Ansonsten befürworte ich das mit dem Abbrechen auf jeen fall. Es gibt so viele tolle Bücher, die es zu entdecken gibt, da muss man sich nicht quälen, damit ist schließlichlich niemandem geholfen. Wie du selbst schon erwähnt hast, schreibt man in der Regel nicht mehr besonders objektiv, macht es also auch niemandem anderen schmackhaft, mag es selbst nicht lieber als zu dem Zeitpunkt, als man es schon das erste Mal abbrechen wollte und der Autor, naja. Ich bin natürlich immer für Kritik, aber so bringt es wohl einfach niemandem was.
    Wobei ich gestehen muss, dass es mir auch immer schwer fällt diese Entscheidung zu treffen und wenn ich dann den Verlag/Autor kontaktieren müsste, wäre mir wohl auch unbehaglich zumute, obwohl das überhaupt nicht begründet ist!

    Liebste Grüße ❤ Jill

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    1. Liebe Jill,
      Ja interessant dass du das Buch dann doch zu Ende gelesen hast, das habe ich bis jetzt nicht machen können.
      Ja das sehe ich nämlich genauso, es ist niemandem geholfen, wenn ich mich da durch quäle, obwohl ich die Zeit mit einem Buch verbringen konnte, das mich mehr unterhalten kann. Aber da ist ja Herr anders und das ist auch gut so 🙂
      Danke für deinen lieben Kommentar, drücke dich süße 😘❤

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  9. Liebe Ümran,

    ich bin erst jetzt auf deinen Blogeintrag gestoßen, muss hier aber auch mal meinen Senf dazu geben 😀
    Als Leserin kann ich sagen, dass ich auch schon ein paar Mal ein Buch abgebrochen habe. Momentan kann ich die aber Gott sei Dank noch an einer Hand abzählen. Bei diesen Büchern hat mich zumeist irgendetwas gestört, weswegen ich es einfach nicht beenden konnte/wollte. Meine Zeit ist mir wichtig und wenn ich nicht glücklich mit dem geschriebenen bin, dann finde ich es auch okay, wenn ich es nicht zu Ende lese. Ich wäre hier aber selbst nie auf die Idee gekommen eine Rezension dazu zu schreiben. Wie denn auch? Immerhin habe ich es nicht beendet und das Ende eines Buches ist meiner Meinung nach eines der wichtigsten Teile davon. 🙂

    Als Autorin kann ich sagen, dass ich bereits selbst Rezensionen gesehen und auch erhalten habe, wo man geschrieben hat, dass das Buch abgebrochen worden ist. Schade finde ich es nur, wenn der Abbruch ohne einer Begründung kommt. Oder wenn sich der Leser nicht ausreichend über den Verlag informiert hat und ein komplett falsches Genre erwartet und aus diesem Grund das Buch abbricht und dann noch rezensiert. So etwas ist dann meiner Meinung nach hauptsächlich für den Autor schwer nachzuvollziehen. Es drückt die Gesamtwertung des Buches nach unten, wenn eine Ein-Sterne-Rezension daraus gemacht wird, ohne, dass man wirklich verstehen kann, warum die Geschichte so schlecht bewertet worden ist.

    Eine Abbruchrezension ist deshalb meiner Meinung nach nur dann sinnvoll, wenn auch wirklich begründet wird, warum das Buch nicht beendet worden ist. Ansonsten würde ich sagen, dass es besser wäre, die Zeit in ein anderes Buch zu investieren 🙂

    Liebe Grüße
    Katharina

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    1. Liebe Katharina,

      Ich bin da ganz deiner Meinung. Ich finde es sowieso schwierig ein Buch zu rezensieren, wenn ich es abbreche, denn, wie du schon sagtest, gerade das Ende hält oftmals Wendungen/ Überraschungen usw. bereit. Aber ich habe auch keines der Bücher, die ich abgebrochen habe, rezensiert. Ich habe lediglich die Autorin kontaktiert und ihr mein Problem geschildert. Es ist meiner Meinung nach nicht fair eine Bewertung abzugeben, bei welcher nicht das ganze Buch berücksichtigt wird. Daher ist es viel sinnvoller direkt den Autor anzuschreiben, finde ich.

      Die Bücher, die ich abgebrochen habe, sind sehr wenige (3 glaube ich). Es ist ja nicht so, dass es ständig passiert, aber leider tut es das manchmal eben doch. Eigentlich weiß man ja welches Genre/ welche Autoren usw. man gerne liest. Aber wenn man etwas Neues ausprobiert, kann es eben mal passieren. Informieren kann man sich ja auch nur bis zu einem gewissen Grad, wenn man (wie ich) nicht gespoilert werden will. Ich bin auch so eine Kandidatin, die kaum Klappentexte oder Leseproben liest, damit ich ohne Vorbehalte oder ähnliches an die Lektüre herangehen kann. Aber wie gesagt, ich weiß, was mir gefällt und dementsprechend suche ich mir meine Bücher ja auch aus.

      Vielen Dank für deine Ansicht aus der anderen Perspektive, ich finde das sehr hilfreich, auch für die Zukunft! 🙂

      Liebe Grüße und schönen Abend,
      Ümran 😉

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  10. Früher, als ich noch mit „Der Bücherwahnsinn“ unterwegs war bekam ich praktisch alle Rezensionsexemplare ungefragt zugeschickt. Zu beginn hab ich auch alle Geleen, ob ich die gut fand oder nicht. Aber mit der Zeit bekam ich so viele Rezensionsexemplare das ich mich entschlossen habe diese zu unterteilen. Einfach weil mir nicht nur die zeit fehlte alle zu lesen sondern weil ich auch meine eigens gekauften Bücher lesen wollte.

    Und so hab ich auch begonnen Bücher abzubrechen, ja auch Rezensionsexemplare, wenn sie mir nicht gefielen.

    Wenn ich aber angefragt wurde, ob ich Interesse an einem bestimmten Buch hätte und ich zu gesagt habe, oder auch wenn ich selber Bücher kaufe, habe ich ein gutes Händchen für Bücher, da kommt es wirklich äusserst selten vor das mir eins dann nicht gefällt.

    Aber so oder so, ich rezensiere das abgebrochene Buch zwar nicht, aber ich schreibe dennoch drüber. ich habe einen Fragebogen ausgearbeitet wo es darum geht darum es mir nicht gefallen hat. Denn ich bin der Meinung auch das darf man sagen, solange man einfach anständig bleibt und keinen Verriss veröffentlicht.

    Klar gibt es Autorinnen und Autoren die es nicht sehen wollen wenn eine „negativ“ Rezi veröffentlicht wird, da hab ich auch schon meine Erfahrung gemacht. Auch Verlage sehen es natürlich lieber wenn wir ein Buch positiv bewerten. Aber ich finde, wenn das eben nicht der Fall war, darf ich das auch sagen. Und nur weil es mir nicht gefallen hat, muss das ja dann nicht heissen das es sich keiner mehr kauft *gg* So viel Macht hat meine Meinung dann nicht, so ein Allmachtsdenken habe ich nicht.

    Ich finde es ist einfach authentischer wenn ich ehrlich über das gelesene Buch berichte, egal wie es mir nun mal gefallen hat. Denn Blog in denen es nur 4 und 5 Sterne-Bücher gibt, nehme ich ehrlich gesagt nicht ernst.

    Tja, das ist meine ganz bescheidene Meinung zu dem Thema 😉

    Liebe Grüsse
    Alexandra

    #Bloggernetzwerk

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