Rezension „Weltenmalerin. Im Geist des Riesen“ (Jaqueline Kropmanns)

Wenn ein sterbender Riese träumt. Die Sterne Lieder singen. Und sich Liebe gegen das Schicksal stellt…

Zwischen Reegan und den Sternen befindet sich nur eine Glasscheibe. Die Außenwand eines Raumschiffs, das die letzten Menschen durch das All befördert. Um sich ihren Wunsch nach Freiheit zu erfüllen, findet sie einen Weg in eine vollkommen fremde Welt. Hier begegnet sie nicht nur ihren eigenen Ängsten, sondern auch vier Reisenden, in denen sie Verbündete findet. Sie springen durch Portale, bereisen längst verstorbene Welten und lernen fremde Zivilisationen kennen. Gemeinsam begeben sie sich auf eine Reise, die Reegan letztendlich die schwerste Entscheidung ihres Lebens abverlangt. (Quelle)

21430318_1622438564454383_1977837852809076707_n.jpg

Etwas hat sich verändert. Ich dachte immer sie [deine Augen] wären schwarz, doch wenn ich dich jetzt ansehe … sehe ich dunkles Blau, Lila. Kleine Sprenkel. Ich denke das meinte der Alchemist. Durch dich sehe ich das ganze Universum.

Ich erhielt ein kostenloses Rezensionsexemplar von der Autorin bzw. vom Gedankenreich Verlag und möchte mich herzlich dafür bedanken!

Das Cover sowie der Titel hatten von Anfang an meine Neugier geweckt, so dass ich es unbedingt lesen wollte und es bei Jaqueline anfragte. Allein die Farben finde ich richtig schön, da hat die Designerin tolle Arbeit geleistet. Im Buch werden auch einige Abbildungen zu finden sein, was mir ebenfalls sehr gefällt, zumal sie einige Szenen darstellen, die ich als sehr interessant und zutreffend erachte. Zudem beginnt jedes Kapitel mit einer Art Prolog (so würde ich es jetzt einfach bezeichnen), welche ich teilweise doppelt und dreifach gelesen habe, da es zum Einen so wunderbar formuliert ist, er zum Anderen aber aufgrund dessen für mich teilweise anspruchsvoll wirkte, so dass ich wirklich sehr aufmerksam lesen musste, um die genaue(n) Bedeutung(en) zu erfassen.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir nicht schwer, aber es bedurfte für mich einer gewissen Zeit, bis ich mich in den Geschehnissen orientieren konnte. Die Protagonistin Reegan finde ich als sehr interessant und authentisch: Interessant aufgrund ihrer Fähigkeiten, die sie im Laufe der Geschichte selbst entdeckt, aber immer noch authentisch bleibt, da ich ihre gemischten Gefühle (von Verwirrung, über Erstaunen bis zu Angst und Zweifel) als sehr glaubwürdig und nachvollziehbar empfinde. Ihre Gefährten, Rhea, Zayne, Devan, vor allem aber Cael mit seiner interessanten Erscheinung finde ich ebenfalls sehr authentisch und faszinierend. Denn sie sind anders als Reegan, misstrauen ihr anfangs, bis zu einer gewissen Bestätigung von Vermutungen und gehen dann gemeinsam ‚auf die Reise‘. Auch die Welten, die sie zusammen entdecken und mit einem gewissen Ziel ‚bereisen‘ finde ich sehr spannend und verschönerte die Lektüre, da ich so eine Welt in einem Buch noch nicht entdecken durfte. Hier also ein riesiges Kompliment an die Autorin! Den Riesen habe ich auch ins Herz geschlossen. Ich kann nicht genau erklären warum, denn ich denke das würde den Leser spoilern, trotzdem glaube ich, es würde klar werden, wenn das Buch gelesen wird.

Jaqueline hat einen unglaublich tollen Schreibstil! Ein bisschen poetisch, ein bisschen bildlich, sehr besonders wirklich. Ich lese (wie es mittlerweile bekannt sein dürfte) langsam, aber dieses Buch muss man meiner Meinung nach teilweise langsam lesen, damit man sich die Worte und schönen Beschreibungen auf der Zunge zergehen lassen kann. Ich weiß auch nicht, wie ich das genauer beschreiben kann, aber hier ein Beispiel, um die Besonderheit und das Talent der Autorin zu veranschaulichen:

Es war, als würden die Wände atmen, ihre glatten Oberflächen pulsieren. Als würden hunderte Wesen hinter dem Grau leben und ihr Worte zuflüstern, die sie nicht verstand. Geräusche flogen die leeren Gänge entlang, huschten um ihr Antlitz und hauchten eisige Küsse auf ihre Haut.

Einfach nur wunderschön, wie ich finde. Die Spannung war durch diesen einzigartigen Stil bis zum Ende der Geschichte präsent. Teilweise stieg er sogar in gewissen Szenen an, wodurch ich einfach weiterlesen musste, ungeachtet der voran geschrittenen Zeit o.Ä.

Ich habe jede Zeile genossen beim Lesen und wieder einmal ein unglaublich schönes Kunstwerk entdecken und lesen dürfen. Danke dafür, liebe Jaqueline! Die Weltenmalerin. Im Geist des Riesen ist für mich eine wundervolle Komposition der schönsten Noten, die die lieblichste Melodie ergeben, wobei in diesem Buch die Buchstaben die Noten sind. Die Komposition als Ganzes ist eine Melodie, die ich immer wieder hören möchte, sie ist einfach zu schön, um dieses nur ein Mal zu tun! Für mich ist es ein ganz besonderes Buch, das ich jedem empfehlen möchte es unbedingt zu lesen! Aber lest es (mit Verlaub) gemächlich, genießt die bildlichen Beschreibungen und lasst es euch auf der Zunge zergehen, wie das schönste Dessert, das es gibt! Ganz eindeutig gehört dieses Buch in die Kategorie Tauchliebe und zu meinen Lieblingsbookies. Ich schwärme immer noch, der Nachhall ist immer noch präsent und ich vermute, das wird einige Tage so bleiben. Haaach…

 

Allgemeine Informationen

20992956_1610903702274536_7593882072135612423_n

  • Titel Die Weltenmalerin. Im Geist des Riesen
  • Autorin Jaqueline Kropmanns
  • Seitenzahl 340 Seiten
  • Preis 3,49 (eBook), 14,90 (TB), 19,90 (HC)
  • Verlag Gedankenreich Verlag (28. August 2017)

 

Buch kaufen                Leseprobe

 

6 Kommentare zu „Rezension „Weltenmalerin. Im Geist des Riesen“ (Jaqueline Kropmanns)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s