Rezension „Die Lüge von Amergin Manor“ (Antonia Günder-Freytag)

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To seek the truth – Die Wahrheit suchen 
Wer dem Wappenspruch der irischen McSheas befolgt, lebt gefährlich. 
Als Jolanda von ihrem totgeglaubten Vater ein Herrenhaus erbt, ist sie außer sich. Wieso hat ihre Mutter nie von ihrem irischen Vater gesprochen? 
Kaum in Irland angekommen, häufen sich die mysteriösen Vorfälle. Wer will sie glauben lassen, dass der Geist der verstorbenen Lady Eliza keine andere Frau auf Amergin Manor duldet? Ist es der unnahbare Verwalter Farell, oder gar der charmante Künstler Jason? Jolanda will das nicht wahrhaben, vor allem, weil sie gerade dabei ist, ihr Herz in Irland zu verlieren… 
Aber wer versucht dann, sie in den Irrsinn zu treiben – oder gar in den Tod? (Quelle)

Dein Vater war ein verschlossener Mensch, der alles mit sich selbst klargemacht hat. Der niemandem Rechenschaft abgelegt hat. Damit hat er den Lügen und Märchen einen wunderbaren Nährboden geschaffen.

Kürzlich erhielt ich das Ebook von der lieben Antonia Günder-Freytag und schon der Klappentext machte mich sehr neugierig auf das Buch, so dass ich mich sehr auf die Lektüre freute.

Der Einstieg in die Geschichte fiel mir leicht, ich konnte mich gleich in die Personen, aus deren unterschiedlichen Perspektiven erzählt wurde, jeweils gut hineinversetzen. Die Protagonistin Jolanda scheint im ersten Moment sehr verschlossen und unnahbar, als sie nach Irland kommt und sich entscheidet ihr Erbe anzutreten. Aber dennoch finde ich sie sehr interessant, anfangs kam sie mir eher fragil vor, zeigte sich später aber als stark und eigensinnig. Der Verwalter Farell, der ihr am Anfang helfend zur Seite steht sowie der Künstler Luke Jason nehmen beide eine interessante Rolle in ihrem Leben ein. Denn es gibt viele Fragen, die von allen Beteiligten aus beantwortet werden wollen. Èanna ist ein Person, mit der ich nichts zu tun haben wollen würde, da sie die perfekte Verkörperung einer Lästerschwester ist, die aus allen Informationen ihre eigene Geschichte sich zusammen dichtet und es am Besten allen im Dorf erzählt. Zum Glück kam es nicht immer so weit aber trotzdem, so einer Person kann ich nichts abgewinnen. Auch beim Lesen regte ich mich sehr oft über sie auf, weil sie sich in alles einmischte. Alle Figuren finde ich sehr authentisch, genauso wie den irischen Dorfflair mit ihren tollen Landschaften sind sehr schön umgesetzt.

Das Buch packte mich von Anfang an: Ich mag den flüssigen Schreibstil der Autorin, so dass die Seiten auf dem Reader so weggeklickt wurden und ich plötzlich merkte ‚Oh schon 70 Seiten gelesen?‘. Auch kam die Spannung nicht zu kurz, insbesondere durch die wechselnden Perspektiven, die die jeweiligen Eindrücke schilderten und dadurch noch mehr Fragen und Gerüchte erschufen, man zwischendurch meinte, endlich durchzublicken bis dann ein Satz kam und alle Spekulationen wieder durcheinander mischte. Also hier muss ich der Autorin wirklich ein Kompliment machen: Nicht selten dachte ich ‚Jetzt weiß ich bescheid‘ bis dann kurz darauf die Erkenntnis kam ‚Nee, doch nicht. Schade!‘. Wirklich toll!

Die Lüge von Amergin Manor hat mir von der Thematik her gut gefallen, konnte mich bis zum Ende fesseln, da das Mysterium gelöst werden wollte und ich an den Seiten hängen blieb. Auch konnte mich die Autorin mit authentischen Charakteren sowie einem schönen Dorfflair mit ihren guten und störenden Eigenschaften überzeugen und hat mir durch ihren schönen Schreibstil tolle Lesestunden verschafft. Es war wahrlich ein Tauchgenuss und ich kann es jedem empfehlen, der sich auf die Reise nach Irland machen und den Gerüchten eines Dorfes ein Ende bereiten möchte.

Vielen Dank an die Autorin für das Rezensions-Exemplar!

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Allgemeine Informationen

  • Titel Die Lüge von Amergin Manor
  • Autorin Antonia Günder-Freytag
  • Seitenzahl 306 Seiten
  • Preis 2,99 (eBook), 12,99 (TB)
  • Verlag  CreateSpace Independent Publishing Platform (12. April 2017)

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2 Kommentare zu „Rezension „Die Lüge von Amergin Manor“ (Antonia Günder-Freytag)“

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