Rezension „Medusas Fluch“ (Emily Thomsen)

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Medusa wird von ihrer Mutter Gaia verflucht: Jeder Mann, den sie liebt, erstarrt zu Stein. Sie muss mit ansehen, wie ihre große Liebe stirbt, und zerbricht beinahe daran. Das will die junge Gorgone nie wieder ertragen müssen. Sie entscheidet sich für ein abgeschiedenes Leben in der Menschenwelt. Nach Jahrhunderten der Einsamkeit begegnet ihr der geheimnisvolle Jendrik, dem sie sich nicht entziehen kann und Medusas Fluch erwacht von Neuem. (Quelle)

Je näher ich dem Wasser kam, desto stärker fühlte ich seine Energie. Sie tastete nach mir, umfloss mich, ohne dass ich die Macht, die in ihm lag, greifen konnte.

Noch vor der Veröffentlichung des Buches wurde ich durch das großartige Cover, das von der unglaublich talentierten Marie Graßhoff gestaltet wurde, darauf aufmerksam. Eine Frau ist im Profil darauf abgebildet und die Farben, die an einen schönen Sonnenuntergang am Meer erinnern, gehen wunderbar in einander über. Unten links ist eine Frau unter Wasser abgebildet, was das Gesamtbild meiner Meinung nach noch geheimnisvoller macht.

Die Geschichte wird aus zwei Perspektiven erzählt, von Marie und Medusa, die ein und dieselbe Person sind, die aber (wenn man so will) von zwei unterschiedlichen Zeiten und Welten erzählen: Der Vergangenheit in der Götterwelt (Medusa) und der Gegenwart in der Menschenwelt (Marie). Marie empfand ich zu Beginn als sehr einsam und sehr geprägt von ihrer Vergangenheit, so dass sie, blind vor Hass, den Kontakt zu Menschen meidet, ausgenommen zu ihrer besten Freundin Tessa. Medusa hingegen nahm ich als sehr lebensfreudige, sympatische Jugendliche wahr, die immer ihren eigenen Kopf durchsetzen will, sich von niemandem etwas einreden lässt, die sich aber vor allem nach Liebe sehnt. Im Laufe der Geschichte werden beide Welten und Personen miteinander verbunden, welches ich als sehr gelungen umgesetzt empfand. In beide Personen konnte ich mich problemlos hineinversetzen, konnte beide Seiten verstehen, wodurch ich schon nach wenigen Seiten sofort in die Handlung eintauchen konnte. Der unglaublich schöne Schreibstil der Autorin tat hierbei ihr Übriges: Viele Beschreibungen von Landschaften am Meer, Gefühlen und Ereignissen waren so wunderbar ausgedrückt, dass ich teilweise das Buch kurz zuklappen und inne halten musste. Bei vielen Äußerungen hatte ich auch das Gefühl, dass man gewisse Dinge selber erlebt haben muss, um sie auf die Art formulieren zu können, wie die Autorin es in diesem Buch getan hat. Dieser Aspekt hat mir zusätzlich total gefallen!

Egal, wie lange ich in der Menschenwelt lebte, ich gehörte nicht zu ihnen, konnte nicht leugnen, was ich war. Eine Unsterbliche, ausgerechnet das hatte sie mir nicht genommen. Alle anderen göttlichen Fähigkeiten waren für immer verloren.

Medusas Fluch ist einfach wunderschön ❤ Medusas bzw. Maries Geschichte hat mich so sehr berührt, so dass ich  das Buch in einem Rutsch durchlesen musste. Der Schreibstil der Autorin hat die Geschichte noch zusätzlich verschönert und ja, was wäre das Buch ohne einen göttlichen Helden: Jendrik? Ich liebe dieses Buch, es gehört ganz klar zu meinen Lieblings-Büchern und damit in die Kategorie Tauchliebe. Liebe Emily, ich kann es kaum erwarten, bis du die Fortsetzung veröffentlichst, also bitte hab Erbarmen mit uns Lesern und lass uns nicht zu lange warten!

Allgemeine Informationen

  • Titel Medusas Fluch
  • Autorin Emily Thomsen
  • Seitenzahl 216 Seiten
  • Preis 2,99 (Kindle Edition), 9,96 (TB)
  • Verlag: CreateSpace Independent Publishing Platform (12. Januar 2017)
  • Verkauf durch amazon.de

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5 Kommentare zu „Rezension „Medusas Fluch“ (Emily Thomsen)“

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