Special Saturday: Autoreninterview mit Gabriela Swoboda

Meine Vankebookies,

heute geht es in die zweite Runde der Buchparty für Daheimgebliebene zur LBM, das von meiner lieben Bloggerkollegin Sabrina (die Büchernixe) auf Facebook organisiert wurde. Und wieder habe ich ein Autoreninterview für euch, mit der herzensguten Gabriela Swoboda.

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Hallo liebe Gabriela, erst einmal möchte ich Dir danken, dass Du Dir die Zeit nimmst, mir ein paar Fragen zu beantworten. Magst Du vielleicht selber erst einmal etwas über Dich erzählen?

Gerne, liebe Ümran. ich bin 1965 in Wien geboren, habe eine Familie (Ehemann, Sohn, Tochter) und arbeite in einem Krankenhaus, wo ich mich täglich mit den Kassen herumschlage. Abends schreibe ich zum Ausgleich (den man ja immer braucht) fantastische Geschichten. die erste davon – Novus Ordo Seclorum-Das Erbe der Sidhe – ist vor ungefähr einem Jahr beim Drachenmond Verlag erschienen. Ansonsten bin ich wahrscheinlich ein bisschen verrückt, leider oft viel zu ehrlich und ich quatsche auch so, wie mir der Schnabel gewachsen ist, was mir leider schon oft zum Verhängnis wurde. Aber ich nehme das in kauf 🙂 Ich liebe Verschwörungstheorien, bin ein absoluter Lilafan und ich verrate dir jetzt Mal ein ‚Geheimnis‘: Ich spiele auch gerne Facebook-Spiele.

Haha, ja dass du gerne auf Facebook bist, habe ich auch schon bemerkt, aber keine Sorge, dein ‚Geheimnis‘ ist bei mir gut aufgehoben 😉 Dann beginne ich mal mit einigen kurzen und knappen Fragen 🙂

Du hast einen Wunsch frei, was würdest Du Dir wünschen?

Ganz eindeutig, endlich mal Frieden auf dieser Welt.

Du liebst…

Menschen, Tiere, Pflanzen, alles was Mutter Erde so hervorbringt. Außerdem mag ich lange Spaziergänge in der Natur, die mich inspirieren.

Wenn Du es für immer vermeiden könntest, würdest Du…nicht (mehr) tun.

Mich von anderen Menschen negativ beeinflussen lassen.

Du wärst gerne eine Figur/Person on (Film/Buch)…

Elisabeth Bennet aus Pride and Prejudice – ich bin vernarrt in diese Zeit und diese hübschen Kleider (wenn es nur wirklich so wie in den Filmen gewesen wäre).

Aaah, ich liebe Lizzy ❤ Dein Lieblings-Bösewicht ist…

Petyr Baelish (Littlefinger) aus Game of Thrones.

Als Fantastisches Wesen wärst du gerne mal…weil…

Ein Einhorn, weil ich gerne wissen möchte, wie es sich anfühlt, wenn man so ein Ding auf der Stirn trägt.

Das letzte Buch, dass Dich richtig begeistert hat war…weil…

Im Dienst der Gräfin von Tereza Vanek. Ich verschlinge alles, was mit der Blutgräfin in Verbindung steht. Sie ist nicht nur eine echte historische Gestalt, sondern es umgibt die Dame ja auch sehr viel Mystik, wahrscheinlich, weil man nicht wirklich weiß, was sie ihren armen bediensteten Mädchen wirklich angetan hat. Dieses Buch aber schildert die Story der Erzebeth Bathory in einem sehr nachvollziehbaren Licht. Die Autorin lässt sie nicht als blutrünstige Mörderin dastehen, sondern als Opfer (wenn man das so nennen kann) von politischen Machenschaften. Ich habe dieses Buch nicht mehr aus der Hand legen können.

Was ist dein Lieblingsbuch/ das Buch, das Dich dazu veranlasste zu schreiben?

Hmm… eigentlich hat mich nicht wirklich ein Buch zum Schreiben veranlasst, eher meine rege Phantasie und das Bedürfnis, diese Fantastereien zu Papier zu bringen. Aber meine zwei absoluten Lieblinge sind Die Nebel von Avalon, wobei Marion Zimmer Bradley meine unangefochtene Lieblingsautorin ist (bzw. war, da sie uns 1991 verlassen hat) und Die Seepriesterin von Dion Fortune.

Klingt interessant! Nun habe ich auch einige speziellere Fragen zu Deinen Büchern und Deinen Schreibgewohnheiten.

Wie schreibst du am Liebsten? Mit Musik oder muss es wirklich still sein?

Ich bevorzuge wirklich Stille. Ich sehe meine Szenen, die ich schreibe, wie einen Film vor mir ablaufen und dann muss ich schnell sein. Glücklicherweise kann ich superschnell tippen, was in diesem Fall wirklich von Vorteil ist (ich danke meinem Vater, der mich, trotz kreischender Proteste, damals in eine Bürolehre gesteckt hat). Leider ist es hier nur selten wirklich still. Meine Kleine hat gerade am Abend, wenn sie eigentlich schon schlafen sollte, noch einige Anliegen 🙂 Mein Mann schaut gerne Dokus, die mich leider auch interessieren, und dann ist eben immer irgendetwas im Hintergrund, das mich ablenkt. Das führt dazu, dass ich sehr oft durchlesen muss, was ich geschrieben habe. Aber OK, ich bestehe nicht darauf, dass man auf mich Rücksicht nimmt. Öfters mal über den Text lesen ist im Grunde gar nicht so schlecht, dann kann man gleich mal ein bisschen verbessern, verschönern, verdeutlichen etc.

Schreibst du nur zu Hause? Im Büro? Oder auch gerne Mal draußen/am See/Strand/in einem Café usw.?

Büro? Das wäre cool, lässt sich aber leider nie mit dem Arbeitspensum vereinbaren – ist aber eine gute Idee, vielleicht kann ich das ja mal versuchen. Wäre gespannt, wie sich das so anfühlt. Laptop habe ich nicht, also muss ich am PC zu Hause kleben – ABER meine Postits bzw. ein kleines Notizbuch habe ich immer bei mir. Da kommen dann die Ideen rein, die mir unterwegs einfallen – sehr oft gebrauche ich es eigenartigerweise in der U-Bahn – selbst wenn ich einen Stehplatz habe und kaum Platz zum Atmen ist, aber das schaffe ich immer.

Gibt es eine Art Markenzeichen, das man in Deinen Büchern finden kann, so dass man auch ohne deinen Namen erkennt, dass Du die Autorin bist? Wirst Du sie uns verraten?

Ich glaube schon! Mir wurde mal gesagt, ich hätte meine eigene Art zu dramatisieren. Na mal sehen, was DU dazu sagen wirst 🙂 Aber um ehrlich zu sein – ich wünsche mir das zumindest – man soll an meinen Titeln erkennen, wer die Autorin ist. Jedes meiner Folgebücher soll, so wie auch mein Debüt, einen lateinischen Haupttitel und einen deutschen Untertitel haben.

Ich wollte gerade sagen, dass mir deine lateinischen Titel spontan einfallen, wenn ich an dich denke 😉

Hast Du ein Buchbaby, das du mehr als Deine anderen Bücher liebst? Warum, was hat es, was die anderen nicht haben?

Naja, im Moment habe ich ja nur eines veröffentlicht, und ich liebe und hasse es zugleich. Es ist allerdings ein bisschen schwierig, das zu erklären – ich versuche es aber trotzdem (bin ja auch ein Dickkopf). Ich liebe diese Geschichte – natürlich – und ich liebe auch meine Protagonisten, auch wenn der eine oder andere hassenswert ist. Immerhin trägt jeder einzelne einen winzigen Teil von mir selbst in sich – außer Magnus – der ist frei erfunden – lach! Warum ich gleichzeitig auch ganz gegenteilige Gefühle damit verbinde, ist wahrscheinlich der Realitätsgehalt, den es birgt. Wie jene (auch du, liebe Ümran) LeserInnen, die mich schon ein bisschen besser kennen, wissen, bin ich eine unverbesserliche Verschwörungstheoretikerin, die einfach zu solchen Themen nicht schweigen kann. Deshalb muss man sich für diese Geschichte auch Zeit nehmen und sich darauf einlassen wollen, was dazu führt, dass man dieses Buch entweder sehr mag, oder eben überhaupt nicht. Dazwischen habe ich bis jetzt noch fast gar keine Kritiken erhalten. Dennoch – es ist mein erstes Baby und natürlich wiege ich es in meinen Armen 🙂

Was die Thematik von NOS angeht, bewegst du dich sehr in der keltischen Mythologie, hat das einen bestimmten Grund?

Bei Novus Ordo Seclorum – ja. Das Keltentum hat mich immer schon fasziniert, und als Irland-Fan musste ich mich einfach mit keltischer Mythologie beschäftigen, obwohl – die Kelten waren ja sehr weit verbreitet, auch in Österreich – was mich eine stolze Nachfahrin der Kelten macht – oder so irgendwie :). Ich habe mich mit vielen Mythologien sehr eingehend beschäftigt. Griechen, Römer, Ägypter, Kelten, und vielem mehr. Ich bin ja selbst Mitglied des ältesten Druidenordens, den es zur Zeit gibt, und daher rührt meine Begeisterung natürlich noch mal so stark für die Kelten.

Wow, das finde ich sehr spannend! Gibt es ein Genre, in welchem Du Dich gerne Mal ausprobieren würdest, außerhalb Deines gewohnt bevorzugten Bereichs? Warum (nicht)?

Ein waschechter Thriller würde mich reizen, weil diese meistens auch geheimnisvoll sind, und ich brauche irgendwie dieses eigenartige Kribbeln, wenn ich schreibe. Krimis kann ich mir gar nicht vorstellen, ich glaube, dazu fehlt mir die Phantasie. Es sollte ja eine außergewöhnliche Geschichte sein, und bei dem Einfallsreichtum der Kriminalität im realen Leben, bliebt mir ja kaum noch Spielraum.

Und noch eine letzte Frage für Deine Fans, die schon sehnsüchtig auf neues Lesematerial von Dir warten: Kannst Du uns schon etwas über Dein aktuelles Projekt verraten? 

Ja, gerne. Auf meiner Seite sind ja auch Textschnipsel zu finden, die ich regelmäßig poste. Also … dieses Mal hat es wieder mit Mythologie zu tun. Es ist eine dunkle Geschichte, ganz und gar nicht wie Novus Ordo Seclorum. Natürlich gibt es wieder einen lateinischen Titel, den ich ja schon bekanntgemacht habe – Immortalis (den deutschen Untertitel verrate ich noch nicht). Es ist eine Geschichte über einen „Mann“, die es so noch nicht gibt (bzw. habe ich persönlich noch nichts in Romanform gefunden). Die Recherchen dazu sind so kryptisch, dass ich oft halb wahnsinnig dabei werde, dennoch hoffe ich, es wird sich lohnen. Es geht um Liebe, die nicht sein darf, um eine Person, die nie geboren hätte werden dürfen, um Macht, die falsch verstanden und deshalb missbraucht wird, aber dadurch wurden Hochkulturen geboren. Es geht um Magie, Alchimie, Verzweiflung, Stolz und Reue. Es geht um die Gleichberechtigung zwischen Männern und Frauen, und den ewigen Kampf zwischen Licht und Dunkelheit. Und ja, du wirst die Geschichte vorab lesen dürfen, liebe Ümran 🙂

Und ich freue mich schon sehr darauf! 🙂 Vielen Dank für deine Zeit, liebe Gabriela, es hat Spaß gemacht mehr über Dich zu erfahren. Ich wünsche Dir weiterhin viel Erfolg!

Auch ich bedanke mich ganz herzlich für dieses interessante Interview. Das hat mir wirklich super gefallen. Und danke auch an alle, die sich die Zeit genommen haben, mich ein wenig kennen zu lernen. Ich wünsche allen alles Liebe und Gute, und viel, viel Erfolg!

So meine Lieben, das war noch ein tolles Interview, dass ich mit einer ganz lieben und sympatischen Autorin machen durfte. Ich hoffe es hat euch neugierig auf ihre Bücher gemacht. Ich selbst lese gerade NOS und was soll ich sagen, ich finde es megaspannend und kann nicht aufhören zu lesen, wenn ich es einmal aufgeschlagen habe ❤

Habt einen schönen Samstag meine Süßen und, falls ihr regelmäßig bei der Veranstaltung vorbeischaut, wünsche ich euch weiterhin viel Spaß! Eure umivankebookie

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3 Kommentare zu „Special Saturday: Autoreninterview mit Gabriela Swoboda“

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